
30.03.26 –
Auf Initiative des damaligen Amtsvorstehers im Amt Schwaan Rüdiger Zöllig und des damaligen Kassower Bürgermeisters Wolfgang Stegmann konnte 2021 der Landkreis Rostock als Straßenbaulastträger von der Notwendigkeit eines Radweges von Kassow nach Schwaan entlang der K 14 überzeugt werden. Dieser Weg wurde schon seit Jahren besonders von den Kassowern immer wieder gefordert.
Zur Umsetzung der Maßnahme schlossen Landkreis, Schwaan und Kassow eine Leistungsvereinbarung ab, die die Aufgabenverteilung und die Finanzierung regelte. Der Großteil der Kosten sollte durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes getragen werden (Regelförderung 75 %, Förderquote bis zu 90 %), den Rest wollten sich Landkreis einerseits und Schwaan und Kassow andererseits hälftig teilen. Die Fertigstellung war ursprünglich für 2024 geplant!
Nach einem verheißungsvollen Beginn der Planungsarbeiten durch ein Ingenieurbüro zog sich die Durchführung aber aus verschiedenen Gründen hin und kam schließlich völlig ins Stocken, ohne dass vom Amt Schwaan als Auftraggeber der Auftragnehmer mit Nachdruck in die Pflicht genommen wurde. Infolgedessen konnten die vom Landkreis eingeplanten Mittel nicht in Anspruch genommen und mussten von einem Haushaltsjahr in das darauffolgende verschoben werden.
Das veranlasste den Landkreis, der Stadt Schwaan im Dezember 2025 mitzuteilen, dass die Mittel vorerst für andere befristete Projekte zur Verfügung gestellt werden. Sofern aber weitere Schritte zur Umsetzung des Radweges erfolgen, würde der Landkreis nach Möglichkeit die Mittel wieder bereitstellen.
Dieses Schreiben wurden von der Schwaaner Bauverwaltung dahingehend interpretiert, dass das Projekt gestrichen sei. Dies wurde jedenfalls den Stadtvertretern auf Grund einer Anfrage des Vorsitzenden der Fraktion Grüne & SPD, Rüdiger Zöllig, auf der Sitzung im Januar mitgeteilt.
Auf Nachfrage Zölligs beim Landkreis stellte dieser nun auch gegenüber der Stadt klar, dass das Vorhaben nicht gestrichen sei. Auch wurde nochmals um Auskunft bezüglich des notwendigen Grunderwerbs gebeten und weitere Beratungsgespräche angeboten, um in der Sache voranzukommen. Da bis Mitte März aber seitens der Stadt dem Landkreis nichts Aktuelles vorgelegt wurde und für Zöllig kein Fortschritt erkennbar war, sah sich dieser veranlasst, den Stadtvertretern zur Sitzung am 26. März einen Beschlussvorschlag vorzulegen, der die Fortführung des Projektes vorerst für den 1. Bauabschnitt Schwaan-Werle absichern sollte. Dieser wurde einstimmig angenommen.
Das Förderprogramm „Stadt und Land“ läuft noch bis 2030. Es ist somit zwingend notwendig, dass wieder Bewegung in das Vorhaben kommt.
Rüdiger Zöllig
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